Bewertungskriterien

User Experience beschreibt das gesamte Erlebnis eines Produktes oder Services: Von den Erwartungen des Nutzers (Antizipation) über die gesamte Nutzungssituation bis hin zum bleibenden Eindruck (emotionale Identifikation oder Distanzbildung).

Um für den Wettbewerb zugelassen zu werden, müssen Einreichungen die Mehrzahl der nachfolgenden Kriterien erfüllen. Damit wird gewährleistet, dass alle Nominierten ein vergleichbar hohes Niveau im Bereich Experience Design aufweisen.

Die Bewertungskriterien sind als ein Leitfaden zu verstehen. Sie unterstützen die Jurymitglieder bei ihrer individuellen Entscheidungsfindung.

Voraussetzungen

Die Einreichung muss eine Herausforderung für den Nutzer auf elegante und nützliche Art und Weise lösen.

Die Wettbewerbsanmeldung muss selbsterklärend sein und den nutzerzentrierten Ansatz eindeutig vermitteln.

Bewertungskriterien

Was ist das Ziel der Produktlösung?

Die Nutzungsziele und Problemlösungspotentiale für den Nutzer müssen eindeutig erkennbar sein.

Erschließt sich das Produkt von selbst?

Der Zugang muss intuitiv erfolgen. Alle Funktionen, Hilfen und Rückmeldungen müssen verständlich sein und den Nutzungsprozess unterstützen.

Ist der Nutzungsablauf intuitiv?

Selbsterklärende Informationsarchitektur, Symbolik und Farbgebung müssen eine intuitive Benutzerführung  ergeben, mit den Nutzererwartungen konsistent sein und die Lernzeit minimieren.

Unterstützen Funktionen und Medien die Nutzungsziele?

Die Funktionen müssen dem Nutzungsziel entsprechen; unnötige Handlungen und Interaktionen sind zu vermeiden; geeignete Informationen und Medien müssen die Kommunikationsziele unterstützen.

Ist die Lösung universell verständlich?

Unterschiedlichste Nutzer müssen die Produktlösung in diversen situationsbedingten Szenarien sicher bedienen können; Fehler müssen leicht zu korrigieren sein.

Ist das Produkt individualisierbar?

Anpassungen an unterschiedliche Erwartungen und Nutzeranforderungen sollten ermöglicht werden.

Wie ist das Produkt gestaltet?

Das visuelle und formale Design müssen überzeugend und konsistent sein; Form, Funktion und eingesetzte Materialien müssen im angemessenen Verhältnis zueinander stehen.

Sind die Inhalte angemessen?

Die Qualität der verwendeten Inhalte muss dem Nutzungskontext und -Ziel entsprechen.

Wie wurden Nutzer in die Entwicklung integriert?

Die Produktentwicklung muss auf einem nutzerzentrierten Prozess beruhen; die Qualität der Forschungsmethoden und ihrer Integration sind entscheidend für den Produkterfolg.

Ist die Einreichung relevant?

Das Produkt muss dem Nutzer einen tatsächlichen Mehrwert anbieten, beziehungsweise eine existierende Nutzungssituation maßgeblich verbessern.

Wird eine hohe Servicequalität gewährleistet?

Das Service-Angebot muss kohärent sein und über alle Touchpoints hinweg ein positives Nutzungserlebnis bieten.

Wie sind die emotionalen und kognitiven Aspekte zu bewerten?

Die Summe der Erwartungen, Verhaltensweisen und Reaktionen die sich vor, während und nach der Nutzung ergeben muss überwiegend positiv sein.

Wie innovativ ist die Produktlösung?

Das Produkt sollte insgesamt oder in einzelnen Bereichen neue Maßstäbe setzen; dazu zählt auch der erfolgreiche Einsatz hochentwickelter Technologien wie Gesten- und Stimmerkennung, VR, AR und der erreichte Grad an künstlicher Intelligenz (AI).