Bewertungskriterien

User Experience beschreibt das gesamte emotionale, kognitive und physische Erlebnis einer Produktlösung oder eines Services: Von den Erwartungen des Nutzers (Kontext und Antizipation) über die Nutzungssituation selbst, bis hin zum bleibenden Eindruck (emotionale Identifikation oder Distanzbildung).

Voraussetzungen für eine Nominierung

Die Wettbewerbsanmeldung muss selbsterklärend sein und den nutzerzentrierten Ansatz eindeutig vermitteln. Die Einreichung muss eine Herausforderung auf elegante und nützliche Art und Weise lösen.

Um für den Wettbewerb nominiert zu werden, müssen Einreichungen die Mehrzahl der folgenden Grundfragen erfüllen. Damit wird gewährleistet, dass alle Nominierten ein grundsätzlich hohes Niveau im Experience Design aufweisen.

Kriterien für die Award-Bewertung

Die Zuerkennung eines Awards setzt ausgezeichnete Leistungen in der Mehrzahl aller Bewertungskriterien voraus. Herausragende Relevanz und ein hoher Innovationswert gehören zu den ausschlaggebenden Kriterien für die Zuerkennung eines Gold Award.

Bewertungskriterien der Jury

Die folgenden Bewertungskriterien sind als ein Leitfaden zu verstehen. Sie unterstützen die Jurymitglieder bei ihrer individuellen Entscheidungsfindung.

1. Grundfragen

Was ist das Ziel der Produktlösung?

Die Nutzungsziele und Problemlösungspotentiale für den Nutzer müssen eindeutig erkennbar sein.

Erschließt sich die Lösung von selbst?

Der Zugang muss intuitiv erfolgen. Alle Funktionen, Hilfen und Rückmeldungen müssen verständlich sein und den Nutzungsprozess unterstützen.

Wie ist die Lösung gestaltet?

Das visuelle und formale Design müssen überzeugend und konsistent sein; Form, Funktion und eingesetzte Materialien müssen im angemessenen Verhältnis zueinander stehen.

Wie wurden Nutzer in die Entwicklung integriert?

Die Produktentwicklung muss auf einem nutzerzentrierten Prozess beruhen. Die Qualität der Forschungsmethoden und ihrer Integration sind entscheidend für den Produkterfolg.

2. Nutzungsablauf

Ist die Lösung universell verständlich?

Unterschiedlichste Nutzer müssen die Produktlösung in diversen situationsbedingten Szenarien sicher bedienen können; Fehler müssen leicht zu korrigieren sein.

Ist der Nutzungsablauf intuitiv?

Selbsterklärende Informationsarchitektur, Symbolik und Farbgebung müssen eine intuitive Benutzerführung  ergeben, mit den Nutzererwartungen konsistent sein und die Lernzeit minimieren.

Wie sind die emotionalen und kognitiven Aspekte zu bewerten?

Die Summe der Erwartungen, Verhaltensweisen und Reaktionen die sich vor, während und nach der Nutzung ergeben muss überwiegend positiv sein.

3. Funktionen und Inhalte

Unterstützen Funktionen und Medien die Nutzungsziele?

Die Funktionen müssen dem Nutzungsziel entsprechen; unnötige Handlungen und Interaktionen sind zu vermeiden; geeignete Informationen und Medien müssen die Kommunikationsziele unterstützen.

Sind die Inhalte angemessen?

Die Qualität der verwendeten Inhalte muss dem Nutzungskontext und -Ziel entsprechen.

4. Design und Servicequalität

Ist das Produkt individualisierbar?

Anpassungen an unterschiedliche Erwartungen und Nutzeranforderungen sollten ermöglicht werden.

Wird eine hohe Servicequalität gewährleistet?

Das Service-Angebot muss kohärent sein und über alle Touchpoints hinweg ein positives Nutzungserlebnis bieten.

5. Relevanz und Innovationswert

Ist die Einreichung relevant?

Die Produktlösung muss dem Nutzer einen tatsächlichen oder neuen Mehrwert anbieten, beziehungsweise eine existierende Nutzungssituation maßgeblich verbessern.

Wie innovativ ist die Lösung?

Eine innovative Einreichung setzt insgesamt oder in einzelnen Bereichen neue Maßstäbe. Innovative Lösungen zeichnen sich durch skalierbare Business-Modelle aus, die neue Anwendungsszenarien, Partizipation und Wissensaustausch ermöglichen. Dabei nutzen sie hochentwickelte Technologien, Datenanalysen oder künstliche Intelligenz, um die menschlichen Fähigkeiten zu erweitern.